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Der Kulturkreis Göppingen wird 70 Jahre alt

Göppingen / SWP / 21.09.2018



Der lettische Starcellist Mischa Maisky gab im November 2017 ein umjubeltes Konzert in Göppingen. © Foto: Giacinto Carlucci

Als der Kulturkreis Göppingen e. V. 1948 kurz nach der Währungsreform gegründet wurde, galt es zunächst einen großen kulturellen Nachholbedarf zu decken: Nach dem Zweiten Weltkrieg, der Unterdrückung des freien Geistes im Nationalsozialismus und den Entbehrungen in der Nachkriegszeit war der Hunger nach Kunst und Kultur groß: Der Verein stillte ihn zunächst mit einem breiten Angebot, das Ausstellungen, Lesungen und Kabarett ebenso umfasste wie Konzerte.

Doch schon bald kristallisierte sich die Musik als bleibende Domäne des Kulturkreises heraus. Heute veranstaltet er zehn Meisterkonzerte pro Jahr, davon drei Orchesterkonzerte in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Stadt Göppingen. Das erste Konzert des Göppinger Kulturkreises fand am 15. Oktober 1948 mit dem Stuttgarter Kergl-Quartett statt, damals eines der bedeutendsten Streichquartette im Land.

Qualität auf hohem Niveau war von Anfang an ein wichtiges ­Kriterium bei der Programmauswahl, und so ist bereits die erste Kulturkreis-Dekade geprägt von einigen namhaften Musikern wie Karl Münchinger, dem Gründer und langjährigen Dirigenten des Stuttgarter Kammerorchesters, oder dem Pianisten Wilhelm Kempff.

In den folgenden Jahrzehnten haben sich in der Göppinger Stadthalle viele Stars der internationalen Musikwelt die Klinke in die Hand gegeben: die Pianisten Alfred Brendel, Alfons & Aloys Kontarsky, Radu Lupu, András Schiff, Yundi, Jean-Yves Thibaudet und Elisabeth Leonskaja; die Dirigenten Sergiu Celibidache, Jörg Faerber, Christopher Hogwood, Helmuth Rilling und Klaus Tennstedt; die Cellisten Mischa Maisky, Heinrich Schiff und Sol Gabetta; die Geiger Gidon Kremer, Frank Peter Zimmermann, Isabelle Faust und Daniel Hope; die Sopranistin Cheryl Studer, der Gitarrist Julian Bream und die Klarinettistin Sabine Meyer; die Oboisten Heinz Holliger und Albrecht Mayer; das Beaux Arts Trio, das Melos Quartett, das LaSalle Quartett und das Quatuor Ebène – um nur einige der bekanntesten zu nennen. Lauter Meister ihres Fachs. Viele kamen bereits als Stars, andere standen noch ganz am Beginn ihrer Karriere.

Mit einigen der Weltklasse-Künstler, die in den vergangenen Jahrzehnten hier zu hören waren, gibt es zum runden 70. Geburtstag des Kulturkreises ein Wiederhören: etwa mit dem Pianisten Rudolf Buchbinder, dem Cellisten Gautier Capuçon, dem Bratschisten Nils Mönkemeyer, der Pianistin Gabriela Montero, dem Geiger Linus Roth, dem Aris-Quartett, dem Calmus-Ensemble und dem Piano-Duo Grau/Schumacher.

Quelle: Der Kulturkreis Göppingen wird 70 Jahre alt


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